Zusatzleistungen/IGeL

Zusatzleistungen / Selbstzahlerleistungen

Die Gebührenordnung für Ärzte ist ein Bundesgesetz, das letztmalig vor Jahrzehnten überarbeitet wurde, die Gebührenordnung für gesetzlich Krankenversicherte wird durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gepflegt. Es dauert daher immer lange Zeit bis neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten in die Routine-Medizin Eingang finden, auch wenn sie wichtig und sinnvoll sind.

In solchen Fällen können wir Ihnen solche Leistungen nur als „individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)“ anbieten.

Die IGeL-Leistungen unserer Praxis sind:

  • Atemtherapie
  • NO-Messung
  • Tauchtauglichkeitsuntersuchung
  • Ergospirometrische Belastungsuntersuchung
  • Krebsvorsorge beim Raucher durch Sputumdiagnostik
  • Krebsfrüherkennung beim Raucher durch Autofluoreszenz-Bronchoskopie
  • Raucherberatung
  • Sauerstofftherapie
  • Atteste und Bescheinigungen

Autofluoreszenz-Bronchoskopie (Krebsfrüherkennung)

Trotz aller Bemühungen ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, die 5-Jahres-Überlebensrate bei Patienten mit Bronchialkarzinom nennenswert zu verbessern; diese liegt nach wie vor nur bei einem Wert zwischen 10 – 15%.

Einer der Gründe dafür liegt in der Tatsache, dass einerseits mit konventionellen Formen der Diagnose – und dazu zählt auch die Weißlichtendoskopie – präinvasive, d. h. intraepitheliale Läsionen nur unzureichend detektier- und lokalisierbar sind. Andererseits ist aber davon auszugehen, dass sich ein mehr oder weniger hoher Anteil dieser Krebsfrühformen zu invasiven Karzinomen weiter entwickelt. Dieser Anteil ist bei den Carcinoma in situ bereits beträchtlich, aber auch bei den mittel- und schwergradigen Dysplasien schon nicht mehr vernachlässigbar. Gerade aber bei den präinvasiven Läsionen (Stadium 0 nach ISS) sind die Heilungschancen bei einer 5-Jahres-Überlebensrate von mehr als 90% noch als sehr hoch zu bewerten, wohingegen sie mit zunehmendem Stadium der Krankheit dramatisch zurückgehen.

Durch Bestrahlung und Anregung des Bronchialgewebes mit Violett- und Blaulicht eines genau definierten Wellenlängenbandes wird in den körpereigenen Fluorophoren der Bronchialwände Fluoreszenzlicht erzeugt. Dabei handelt es sich um Strahlung, die einem anderen, nämlich geringer-frequenten Wellenlängenband entstammt als das applizierte Anregungslicht. Da das Fluoreszenzverhalten sehr stark vom Gewebezustand abhängig ist – gesundes Gewebe fluoresziert stark, während pathologisch verändertes Gewebe nur schwach fluoresziert – gelingt es, bereits prä- und frühmaligne Gewebeformen gegenüber dem umgebenden gesunden Gewebe kontrastreich darzustellen – ganz im Gegensatz zur konventionellen Weißlichtendoskopie. Schon leicht pathologisch verändertes Gewebe hebt sich somit im Fluoreszenzbild deutlich vom gesunden Gewebe ab. Fluoreszenzbronchoskopisch untersucht werden sollten demnach alle Patienten, bei denen der Verdacht auf eine präinvasive Läsion oder ein mikroninvasives Karzinom besteht.

Dazu zählen:

  • 1. Patienten mit bekanntem oder vorher diagnostiziertem Lungenkrebs
  • 2. Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs aufgrund direkter Symptome wie z. B. Hämoptysen, langandauernder Reizhusten, chronische oder rezidivierende Pneumonien, progrediente Dyspnoe, usw.
  • 3. Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs aufgrund diagnostischer Symptome wie z. B. positives Sputum, erhöhte Tumormarkerkonzentration, Auffälligkeiten beim Röntgen usw.
  • 4. Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs aufgrund ihrer Anamnese

Bei der anamnetischen Erhebung sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Inhalationsrauchen, evt. in Kombination mit Alkoholmissbrauch
  • berufsbedingte Einflüsse (Exposition gegenüber bestimmten Hartmetallen, aromatischen Kohlenwasserstoffen und ionisierenden Strahlen)
  • prädisponierende Vorerkrankungen (z. B. Tuberkulose)
  • Rezidivierung eines therapierten pulmonalen Tumors
  • pulmonale Metastasierung eines (evt. bereits therapierten) extrapulmonalen Tumors
  • Bildung von Sekundärtumoren als Folgeerscheinung von Bestrahlung oder zytostatischer Therapie eines anderen Tumors

Von Bedeutung für die Auto-Fluoreszenz-Endoskopie sind die endoskopisch zugänglichen Bronchialbereiche und damit die zentralen Karzinome und deren Frühformen.

Kontraindikationen

Ausgeschlossen von einer fluoreszenzbronchoskopischen Untersuchung sollten vor allen Dingen jene Patienten, die nicht für eine konventionelle Weißlichtendoskopie zugelassen sind. Außerdem Patienten, die innerhalb der vorausgehenden drei Monate photosensible Substanzen erhalten haben die innerhalb der vorausgehenden drei Monate entweder mit Zytostatika oder radiologisch therapiert wurden die innerhalb der vorausgehenden drei Monate chemopräventiv behandelt wurden.

Vorteile der Indikatoren

Der entscheidende Benefit der Auto-Fluoreszenz-Endoskopie liegt in der Möglichkeit, das Bronchialkarzinom in einem Stadium sichtbar zu machen und zu therapieren, in welchem die Heilungschancen noch sehr hoch sind.

Vorteile Vorteile1 Vorteile2 Vorteile3

Weisslicht

Autofluoreszenz

NO-Messung - Optimale Asthmakontrolle

NO (Stickstoffmonoxid) wird in den tiefen Atemwegen freigesetzt, wenn dort Entzündungsprozesse ablaufen. Vor allem bei Asthma ist dieser Vorgang ausgeprägt nachweisbar. Ist Asthma sehr aktiv und behandlungsbedürftig, liegen die Werte hoch. Gelingt es die Entzündung zu bremsen und Asthma nachhaltig zu vermindern, sinken die Werte messbar ab.

Die NO-Messung bietet also eine sehr gute Möglichkeit, die Therapie z.B. mit inhalativem Cortison eng an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Für eine schonende Langzeittherapie ist das ein wirklicher Fortschritt. (Quelle: Fa. Aerocrine AG Deutschland)

Die beispielsweise durch Allergien hervorgerufene Entzündung beim Asthma treibt die Erkrankung voran und führt zu immer stärkeren und dauerhafteren Schäden an den Bronchien.

Durch Schleimlöser, Hustenmittel oder auch Bronchien erweiternde Medikamente lässt sich dies nicht beeinflussen.

Entzündungshemmende Medikamente wie z.B. inhalative Cortisonmedikamente können hervorragend genutzt werden, werden aber von vielen Patienten misstrauisch beäugt und oft zu kurz und zu niedrig dosiert eingesetzt.

Die NO-Messung bietet erstmals in der Asthmatherapie die Möglichkeit, den Grad der Entzündung durch einen einfachen Atemtest zu bestimmen. Damit kann die entzündungshemmende Therapie wesentlich präziser geplant und durchgeführt werden. Diese Methode ist erst seit kurzem verfügbar und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Von den privaten Krankenkassen wird diese Untersuchung erstattet.

Wenn bei Ihnen eine NO-Messung geplant ist, sollten Sie zwei Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen und trinken und sich eine Stunde vorher nicht mehr schwer körperlich belasten (z.B. beim Sport).

Raucherberatung

Die Nikotinabhängigkeit ist ein komplexer Prozess aus biologischen, psychologischen, kulturellen und verhaltensbedingten Faktoren. Ein wesentlicher Grund für den hohen Suchtfaktor ist die biologische Wirkung im Zentralen Nervensystem. Durch seine Ähnlichkeit mit Acetylcholin dockt Nikotin an die nikotinergen Acetylcholin-Rezeptoren im Gehirn an und bewirkt eine vermehrte Dopaminausschüttung.

Vorübergehend werden dadurch unter anderem die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeit erhöht. Bei einem starken Raucher lässt die Wirkung jedoch schon nach ca. 20-30 Minuten wieder nach, was ihn schon bald wieder zur nächsten Zigarette greifen lässt. Bleibt der „Nikotinnachschub“ aus, kommt es sehr schnell zu typischen Entzugszeichen wie Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder depressiven Verstimmungen. Diese Symptome machen den Verzicht aufs Rauchen so schwer.

Dabei hat ein Großteil der Raucher die ernsthafte Absicht aufzuhören. Zu den wichtigsten Gründen für die erwünschte Abstinenz zählen Angst um die eigene Gesundheit, Sorgen um die Familie, das Gefühl der Abhängigkeit von der Sucht. Aber es geht auch um finanzielle Gründe und um die immer geringere Akzeptanz von Rauchern in der Öffentlichkeit, gerade jetzt, wo das Thema täglich in der Presse erscheint.

Doch nur wenigen gelingt langfristig der Weg aus der Sucht. Hierbei spielt der Arzt eine große Rolle beim Thema Tabakausstieg. Oft reicht es nicht aus, immer wieder auf die Gefahren des Nikotinkonsums hinzuweisen, auch wenn Bilder und Grafiken den Ernst der Lage gut verdeutlichen.

Die Mehrzahl der Raucher versucht den Ausstieg mit reiner Willenskraft und ohne weitere ärztliche Unterstützung. Nach einem Jahr sind nur noch etwa 3-5 % von ihnen abstinent. Die besten Erfolge bei der Raucherentwöhnung werden mit gezielten Schulungen erzielt, mit Hilfe des Arztes und nicht zuletzt durch Unterstützung mit medikamentöser Therapie zu Beginn der Entwöhnung.

Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle unseren Patienten unsere Unterstützung und Beratung bei gewünschter Tabakentwöhnung anbieten. Das betrifft zum einen sicher die Beratung, welcher Weg für welchen Patienten der Richtige ist, das heißt aber auch den richtigen Zeitpunkt gemeinsam festzulegen und eventuelle Folgen des Tabakentzugs zu besprechen oder bei kleinen Rückfällen immer wieder zu motivieren.

Sollten Sie Interesse an einem Raucherberatungsgespräch oder einer anderen von uns angebotenen Selbstzahlerleistung haben, melden Sie sich bitte am Empfang dazu an. Diese Leistungen können, abgesehen von der NO-Messung, NICHT während Ihres normalen Arzttermins stattfinden, da wir dort zeitlich und inhaltlich enge Vorgaben haben.

Sollten Sie Interesse an einem Raucherberatungsgespräch oder einer anderen von uns angebotenen Selbstzahlerleistung haben, melden Sie sich bitte am Empfang dazu an. Diese Leistungen können, abgesehen von der NO-Messung, NICHT während Ihres normalen Arzttermins stattfinden, da wir dort zeitlich und inhaltlich enge Vorgaben haben.