Wissenswertes

Medikamente

Häufig – übrigens nicht immer – wird die Verordnung eines Medikamentes erforderlich sein, sobald die Ursache Ihrer Erkrankung bekannt ist. In der Regel werden wir Ihnen dann erklären, wann und wie Sie die Medikamente einnehmen sollen. Gibt es Unklarheiten, dann fragen Sie bitte nach.

Gerade auch hinsichtlich der Einnahme von Dosieraerosolen und der Handhabung von Inhalationsgeräten können Sie sich an unsere Schulungsleiterin Frau Hagen, aber auch an jede andere Mitarbeiterin wenden.

  • Grundprinzipien der Einnahme für inhalative Medikamente
  • Inhalation je nach Gerät vorbereiten (einige Geräte muss man vor Gebrauch schütteln, die Schutzkappe entfernen, drehen oder eine Kapsel einlegen und durchstechen)
  • Bevor die Inhalation beginnt, einmal bequem, aber maximal ausatmen. Den Kopf nach hinten neigen und das Mundstück mit den Lippen gut umschließen.
  • Tief am Mundstück einatmen. (evtl. Gerät dabei gleichzeitig auslösen)
  • Mundstück aus dem Mund nehmen.
  • Den Atem für etwa 5-10 Sekunden anhalten, dabei (im Kopf oder mit den Fingern) mitzählen bis 10!
  • Langsam ausatmen - bevorzugt mit der Lippenbremse zumindest aber über die Nase.

Weitere Inhalationen frühestens nach einer Minute durchführen.

Nach der Einnahme bitte zumindest den Mund mit Wasser ausspülen, besser jedoch Zähne putzen. Dies gilt insbesondere für so genannte Cortisonsprays.


Hinsichtlich der inhalativen Medikamente beachten Sie bitte Folgendes: Grundprinzipien.pdf


Sportliche Betätigung (bei Lungenerkrankungen)

Wer seinen Körper in Form bringt, ist nicht eitel, sondern klug! Sport bringt einen gesundheitlichen Vorsprung, der durch nichts Anderes so leicht wettzumachen ist. Aber nicht jeder Sport und jedes ungesteuerte Training ist geeignet, um die persönlichen Ziele zu erreichen. Im Gegenteil – mit überzogenem Ehrgeiz und falschen Methoden kann man sich auch schaden.

Mit speziellen Trainingsprogrammen gehen und laufen Sie Schritt für Schritt einer gesünderen Lebensweise entgegen. Ausdauersportarten sind die reinsten Fettfresser. Schon ab der ersten Minute wird bei mäßiger Belastung Fett verbrannt. Nach einer halben Stunde läuft dieser Prozess aber erst auf Hochtouren. Danach geht´s leichter - mit der Fettverbrennung und dem Training.

Aber was bringt der Lungensport?

Wünschenswert wäre es, wenn jeder chronische Atemwegspatient selbst aktiv würde und das für sie oder ihn richtige Training in Angriff nähme. Das könnte auch alleine und Zuhause geschehen.

Doch ist sicher schwierig, einen solchen Entschluss allein in die Tat umzusetzen. Regelmäßiger Lungensport unter qualifizierter Anleitung ist leichter zu realisieren und bringt den Patienten viel für ihre Alltagssituation:

  • Steigerung der Belastbarkeit und Erhöhung der Leistungsfähigkeit
  • Verminderung der Atemnot und Stabilisierung der Erkrankung
  • Verbesserung des Allgemeinzustandes
  • Erhöhung der Lebensqualität
  • Einbindung in eine Gruppe gleichartig Erkrankter und Aufbau neuer Kontakte

Darüber hinaus machen angemessener Sport und Bewegung in einer Gruppe auch jede Menge Spaß und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Was soll mit Lungensport erreicht werden?

Lungensport hat nichts mit Leistungssport zu tun; Lungensport will niemanden überfordern. Beim Lungensport sollen:

  • Atem- und Entspannungstechniken vermittelt werden
  • Ausdauer trainiert werden
  • Muskelaufbau gefördert werden
  • Muskelkraft gestärkt werden
  • Koordination der Bewegungsabläufe verbessert werden
  • Dehnungsfähigkeit hergestellt werden
  • Entspannungstechniken vermittelt werden

Wir empfehlen unseren Patienten, sich an einen Verein oder an eine Lungensportgruppe zu wenden, sich nach den Trainingszeiten zu erkundigen und einen Anfang zu wagen. Vielleicht können Sie Ihren Partner oder Freunde mitbegeistern, denn durchhalten ist zu mehreren viel leichter. Gerne beraten wir Sie, welche Sportart für Sie zu empfehlen wäre.

Für diejenigen unter uns, die beruflich stark eingespannt sind, sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht an feste Trainingszeiten halten können, Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen gerne ein wirklich persönlich abgestimmtes Trainingsprogramm wünschen. Sportbegeisterte, aber Gestresste, die ein ganzheitliches Konzept suchen, das mehrere ergänzende Sportarten, Ernährungsberatung, aber auch Entspannungsprogramme und Abwechselung beinhaltet.

Oder trainieren Sie vielleicht lieber im eigenen Haus oder Garten? Ihnen empfehlen wir sich an einen Personaltrainer zu wenden, der sich ausschließlich und professionell auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten einstellt.

Asthma und Schwangerschaft

Bei Asthmatikerinnen kann es zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommen. Andererseits kann die Schwangerschaft selbst den Asthmaverlauf beeinflussen. Asthma kann während einer Schwangerschaft erstmals auftreten. Es kann sich bessern, verschlechtern oder auch gleich bleiben. Wichtig ist, dass das Asthma so behandelt wird, dass die schwangere Patientin beschwerdefrei ist und ihr Notfallspray möglichst selten einsetzen muss. Nur so lässt sich erreichen, dass die Schwangerschaft und die Geburt normal verlaufen.

Bei ungenügender Therapie des Asthmas können unter anderem folgende Komplikationen für Mutter und Kind auftreten:

  • Bei der Mutter kann es u.a. zu Bluthochdruck oder vaginalen Blutungen kommen.
  • Beim ungeborenen Kind können u.a. Wachstumsverzögerungen, ein geringes Geburtsgewicht, Sauerstoffunterversorgung oder eine Frühgeburt auftreten.

Demgegenüber ist bei guter Einstellung des Asthmas das Risiko für Mutter und Kind nur geringfügig erhöht.

Ziel einer guten Asthmatherapie während der Schwangerschaft muss demnach sein:

  • Geburt eines gesunden Kindes
  • Symptomfreiheit (auch nachts)
  • Bestmögliche Lungenfunktion
  • Vermeidung einer krankheitsbedingten Einschränkung der körperlichen Aktivität
  • Vermeidung eines Asthmaanfalls

Ärztliche Kontrolle während der Schwangerschaft

Um das zu erreichen, muss Asthma während der Schwangerschaft mindestens genauso konsequent behandelt werden wie bei nicht-schwangeren Patientinnen. Bei schwangeren Patientinnen sind folgende Untersuchungen zur Asthmakontrolle während der Schwangerschaft besonders zu empfehlen: Lungenfunktionsuntersuchung zu Beginn und bei Einschränkung der Lungenfunktion in mindestens vierwöchigen Abständen während der Schwangerschaft, wobei das Intervall vom Schweregrad der Erkrankung abhängt.

Blutgasanalyse

Tägliche Peak-flow-Messungen und Führen des Asthma-Tagebuchs (Peak-flow-Protokolle helfen, Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung rechtzeitig anzupassen) NO-Messungen zur Kontrolle der Entzündung u. evtl. Dosisanpassung Die bekannten Asthmaauslöser sind zu meiden (z.B. Allergene, Zigarettenrauch, etc.)

Medikamentöse Therapie in der Schwangerschaft

Für die medikamentöse Therapie des Asthmas in der Schwangerschaft gelten die gleichen Empfehlungen wie außerhalb der Schwangerschaft und für die Stillzeit. Grundlage der Behandlung ist immer die Behandlung der Entzündung. Diese entzündungshemmenden Medikamente müssen regelmäßig angewendet werden um die Entzündung einzudämmen. Zur Kontrolle dieser Entzündungswerte kann in regelmäßigen Abständen eine NO-Messung (verlinken mit Untersuchungen: NO-Messung) durchgeführt werden um sicherzustellen, dass die Medikamentendosierung der derzeitigen Notwendigkeit entspricht.

Die wirksamsten entzündungshemmenden Medikamente sind Kortisonsprays oder –pulver, die man über verschiedene Inhalationssysteme einatmet. So kommen die Wirkstoffe direkt in die Lunge und man benötigt nur geringe Mengen pro Tag. Nebenwirkungen bei inhalativen Kortikoiden treten nur selten und wenn im Mund auf (z.B. Mundsoor). Sollte bei einem schweren Asthma, in seltenen Fällen, eine Therapie mit Kortisontabletten notwendig sein, so sollten diese trotz Schwangerschaft eingenommen werden. Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (Montekulast, z.B. Singulair) sind auch Entzündungshemmer. Da aber noch nicht genügend Erfahrungen mit einer Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen, sollte eine solche Behandlung nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Sie kann jedoch fortgeführt werden, wenn der positive Erfolg vor der Schwangerschaft schon erwiesen wurde und mit keinem anderen Medikament erreicht wurde.

Weitere Asthmamedikation sind langwirksame Beta-Sympatomimetika als inhalative Substanzen. Diese erweitern die Atemwege für mehrere Stunden und schützen so vor Atemnot. Diese Sprays sind als Dauertherapie einzusetzen. Als Notfallspray helfen schnell wirkende Beta-Sympatomimetika. Sie wirken innerhalb weniger Minuten und sind nur für den Bedarfsfall gedacht. Eine spezifische Immuntherapie sollte während der Schwangerschaft nicht begonnen werden. Eine bereits begonnene Hyposensibilisierung kann fortgeführt werden.

Nebenwirkungen der Asthmamedikamente auf das ungeborene Kind

Medikamententests an ungeborenen Kindern sind verboten. So kann man nur aus der Erfahrung sprechen. Es scheint durch die Asthmamedikamente nicht vermehrt zu angeborenen Missbildungen zu kommen. Beobachtungen bei Hunderten von schwangeren Asthmatikerinnen haben gezeigt, dass die meisten Asthmamedikamente für den Gebrauch in der Schwangerschaft geeignet sind.

Zu beachten ist stets, dass das Risiko eines unkontrollierten Asthmas größer ist als das einer notwendigen Asthmatherapie. Bei den inhalativen Beta-Sympatomimetika sind Herzrasen beim Kind bei Überdosierung möglich. Mit langwirksamen Beta-Sympatomimetika liegen z. Zt. nur begrenzte Erfahrungen vor.

Folgende Medikamente sollten in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden:

  • Adrenalin
  • Gyrasehemmer
  • Tetracycline
  • Sulfonamide

Behandlung des Asthmaanfalls

Ein Asthma-Anfall sollte bei regelmäßiger Kontrolle und beim gut eingestellten Asthmatiker zu vermeiden sein. Sollte es doch einmal dazu kommen, ist der Anfall genauso zu behandeln wie außerhalb einer Schwangerschaft. Ein schwerer Asthma-Anfall in der Schwangerschaft ist ein Notfall und MUSS im Krankenhaus behandelt werden. Wichtig ist hierbei die rechtzeitige Gabe von Sauerstoff. Die Sauerstoffsättigung soll größer als 95% sein.

Asthmamanagement während der Geburt

Während der Geburt soll die reguläre Asthmamedikation weiter eingenommen werden Während der Geburt sollte bei einer Sauerstoffsättigung unter 95% Sauerstoff gegeben werden Die Selbstkontrolle mittels Peak-flow-Messung ist auch während der Geburt durchzuführen, insbesondere wenn Bedarfsmedikamente nötig werden um deren Wirkung zu kontrollieren Es ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten Geburtsschmerzen sollten soweit möglich eingedämmt werden damit das Risiko von Bronchospasmen gemindert wird.

Patientenschulungen

Ganz besonders in der Schwangerschaft ist es für die Asthmatikerin wichtig, ihre Erkrankung zu verstehen und eine Verschlechterung rechtzeitig zu erkennen. Deshalb soll jede Patientin über ihre Erkrankung informiert sein und einen schriftlichen Therapieplan besitzen, aus dem klar hervorgeht, - wie die Medikation bei abweichenden Peak-flow-Werten zu verändern ist, - welche Maßnahmen im Anfall zu ergreifen sind und - an wen sie sich zu jeder Zeit wenden kann. Dieses Wissen wird in Patientenschulungen, die im Rahmen des DMP Asthma stattfinden, vermittelt.

Asthma und die Zeit nach der Geburt

Auch in der Zeit nach der Geburt sollte man - trotz aller Lebensveränderungen und Ablenkungen darauf achten, dass das eigene Asthma nicht in Vergessenheit gerät. Bei manchen Frauen verändert sich das Asthma in der Schwangerschaft und sie konnten möglicherweise ihre Medikamente reduzieren. Nach der Geburt kann es jetzt nötig sein, wieder auf die ursprünglich nötigen Medikamente umzustellen.

Asthma und Stillen

Es gibt Medikamente, die in die Muttermilch übertreten und die Gesundheit des Säuglings beeinträchtigen können, andere wirken sich nicht negativ auf das Kind aus, wenn die Mutter sie einnimmt.

Erlaubte Medikamente sind:

  • Inhalatives Kortison
  • Beta-2-Mimetika
  • Cromoglicinsäure

In der Stillzeit sollten folgende Mittel vermieden werden:

  • Antihistaminika = antiallergische Medikamente (beeinträchtigen den Schlaf des Säuglings und machen ihn reizbar, reduzieren die Bildung von Muttermilch)
  • Theophyllin (kann den Säugling reizbar machen)
  • Leukotrienhemmer Montelukast (keine Erfahrungen)
  • Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (keine Erfahrungen)

Absolut verboten sind:

  • Tetrazykline (Antibiotikum)
  • Sulfonamide (Antibiotikum)
  • Gyrasehemmer (Antibiotikum)
  • Methotrexat (Immunhemmer)
  • Cyclosporin (Immunhemmer)

Peak-Flow-Messung

Peak = Gipfel, Flow = Fluss

Besonders bei der Anfangsbehandlung des Asthma bronchiale ist es mitunter wichtig, den Krankheitsverlauf engmaschig zu verfolgen, um z.B. zu lernen, wie und wann eine Verschlechterung ausgelöst wird und wie man dann reagieren muss (z.B. bei Infekt oder bei sportlicher Belastung).

Sollten Sie hierzu ein so genanntes Peak-Flow-Gerät bekommen, bitten wir Sie, die Messung jeweils vor der Einnahme Ihrer Bronchien erweiternden Medikamente durchzuführen, denn Messwert in das mitgegebenen „Tagebuch“ einzutragen und dieses bei jedem Arztbesuch mitzubringen.

Bei der Ersteinstellung oder in kritischen Phasen ist es häufig sinnvoll, die Therapie nochmals kurz abzusprechen. Wir bieten Ihnen daher an, uns das Peak-Flow-Protokoll per Fax zu übersenden und dann telefonisch das weitere Vorgehen abzustimmen. Unsere Faxnummer lautet: 0 91 81 / 51 08 66.

Wenn Sie keinen Zugang zu einem Fax haben, bitten Sie doch einfach Ihren Hausarzt oder ggf. auch Ihren Apotheker darum, dass Fax zu schicken. Er wird dies sicher gerne für Sie übernehmen.

Wasserglastest zur Überprüfung des Inhalts eines Dosieraerosol

Leider haben die meisten Dosieraerosole kein Zählwerk zur Überprüfung des Restinhaltes bzw. der noch verbleibenden Hübe Spray.

Ein kleiner Trick zu Überprüfung der Menge bietet sich mittels "Wasserglastest". Auf diese Weise kann überprüft werden wie viel in Ihrem Dosieraerosol noch drin ist ohne einen Sprühstoss zu verschwenden. Dabei müssen Sie die Kartusche aus Ihrem Dosieraerosol herausnehmen und diese in ein Glas oder einen Becher gefüllt mit Wasser hineinlegen.

  • 1. Die Kartusche schwimmt senkrecht tief im Wasser = das Spray ist noch voll
  • 2. Die Kartusche steht mehr oder weniger senkrecht aus dem Wasser heraus = das Spray ist noch halbvoll
  • 3. Die Kartusche schwimmt fast flach oben auf dem Wasser = das Spray neigt sich dem Ende zu

Erst wenn die Kartusche auf dem Wasser schwimmt ist das Dosieraerosol (Spray) wirklich leer.

Wasserglastest

Unsere persönliche Empfehlung

Premium-Personal-Fitnesstrainer
Oliver Riess
Hauptstraße 23
D-93336 Laimerstadt

Telefon +49-(0)9446 - 91 999 31
Telefax +49-(0)9446 - 91 999 32
Mobil +49-(0)171 - 999 10 14

E-Mail: kontakt@oliver-riess.de
www.oliver-riess.de

Forum Onmeda

Forum Allergie-Asthma bei Onmeda (Gesundheitsportal)

Weitere Partnerlinks